E2 beendet das Hauptturnier des Cortexpower Cups 2018 mit Sieg im letzten Platzierungsspiel

Durch eine witterungsbedingte Trainingspause gut ausgeruht, brachen wir am vergangenen Samstag wieder nach Hofheim auf, um an der Hauptrunde des Cortexpower Cups 2018 teilzunehmen. Hiermit hatten unsere Kids die einmalige Gelegenheit, uns gegen die Nachwuchsteams von Vereinen zu messen, deren Herrenmannschaften in den letzten Jahren in allen drei Profiligen Deutschlands gespielt haben bzw. noch tun.

Kaum hatten wir unser kleines Lager aufgestellt, kam gleich die Turnierleitung zu uns und begrüßte uns ganz herzlich. Die Herren drückten bei uns mehrfach ihre Freude darüber aus, dass unser Verein wieder mal dabei sei, und lobte die angenehme Art von uns Eltern. (Geht ja runter wie Öl, gebe ich unumwunden zu.)

Nora war leider am Turniertag verhindert; Cüneyt war daher Teamchef. Folgende Spieler standen ihm im Sportpark Heide zur Verfügung:

Lian im Tor, davor (in alphabetischer Reihenfolge) Cem, Charlie, Faissel, Jakob, Joni, Lenny, Liad und Matej.

Wo letzte Woche zwei Kleinfelder angelegt waren, gab es an diesem Samstag deren drei. So waren die Spielfelder etwas kleiner. Damit durften Eckbälle von der Ecke aus (statt vom Treffpunkt Strafraumgrenze/Torauslinie wie am vergangenen Sonntag) getreten werden.

Unser erster Gegner war gleich ein Hammer: die U10 von Bayer Leverkusen. Relativ bald entdeckten unsere Kids die Vorzüge des langen Balls als halbwegs probates Mittel, um gegen die Kombinationssicherheit und physische Stärke des Gegners anzukommen. Ein weiter Freistoß von Liad ging ganz knapp drüber, und trotz weiterer guten Chancen zum Ausgleich mussten wir uns ganz knapp mit 1:0 geschlagen geben (und hatten unsererseits Glück, dass deren Chancen entweder hastig vergeben wurden oder für Lian eine sichere Beute waren).

Im zweiten Spiel gegen die Stuttgarter Kickers gab es eine gewisse Umstellung: krankheitsbedingt traten sie nur zu sechst an. Sämtliche Gegner, auch wir, sind im Sinne des Fair Play ebenfalls mit 5 Feldspielern plus Torwart angetreten. Wie es sicherlich in einem NLZ geschult wird, konnten die Kids aus Degerloch mit der ungewöhnlichen Anzahl an Spielern eher umgehen als wir und gingen relativ früh in Führung. Wir hielten diesmal aber viel besser dagegen und hatten sogar gute Chancen. Jakob traf die Latte, und kurze Zeit später setzte Matej energisch nach zum umjubelten 1:1-Ausgleich. Leider haben wir beim darauffolgenden Gegenangriff nirgends entscheidend gestört, und unser Gegner konnte sich relativ ungehindert zum 2:1-Siegtreffer durchkombinieren.

Den ersten richtigen Dämpfer bescherten uns die in knallorangenen Trikots gekleideten Kids des SV Darmstadt 98. Wir waren gar nicht so unterlegen, wie es der 0:5-Endstand vermuten lässt: die Darmstädter haben schlicht aus höchstens 6 Chancen 5 Tore gemacht. Wir hatten unsererseits sogar vier glasklare Chancen, davon einmal über Liad, Faissel und Matej und noch mal von Lenny über Matej – allesamt vergeben. Kleine Ungenauigkeiten beim Passspiel oder dem Abwehrverhalten, die in einem typischen Spiel gegen die meisten Gegner in der Kreisliga unserer Stadt in der Regel folgenlos bleiben, werden gegen eine gut zusammengesuchte und geschulte Mannschaft eines NLZ sofort und unerbittlich bestraft. (Zu allem Überfluss waren das für die „Lilien“ die einzigen Punkte in der Vorrunde.)

Gegen die „Alte Dame“ Hertha BSC Berlin gab es zum Schluss eine 2:0-Niederlage.  Die Berliner, die zusammen mit RB Leipzig die weiteste Anreise hatten, waren schon besser, durch unser selbst für unsere Verhältnisse zum Teil naives Abwehrverhalten machten wir es ihnen allerdings recht leicht.

Nach längerer, sehr gut organisierter Essens- und Trinkpause spielten wir in einer Zwischenrunde aller Gruppenletzten, um die Plätze 17 bis 20 herauszuspielen. Hier trafen wir auf RB Leipzig; der äußerst sympathische und humorvolle Platzsprecher musste sich hörbar mehr als einmal konzentrieren, um die richtige Bezeichnung des Vereins unfallfrei auszusprechen. Auch hier gerieten wir auf vermeidbare Art und Weise – in diesem Fall durch einen Ballverlust direkt vorm eigenen Strafraum – schnell in Rückstand. Unser Gegner war aber diesmal durchaus unsere Kragenweite, und wiederum erzielte Matej nach energischem Nachsetzen den Ausgleich. Danach ließen wir aber die kleinen Leipziger wieder einmal zu sehr gewähren und fingen, wie schon zuvor gegen die Stuttgarter Kickers, das 2:1 ein. Chancen zum Ausgleich waren zwar in diesem Spiel dabei – Lenny z.B. ließ einen gefährlichen Weitschuss los, obwohl er dabei einen Gegenspieler, der ihm am Arm gehangen hatte, sogar so weit mitgeschleift hat, dass er hätte Fahrtgeld verlangen können – aber zum Ausgleich hat es nicht mehr gelangt.

Es gab eine, sagen wir mal, energische Kabinenpredigt durch Cüneyt nach dem Spiel. Anschließend hatten unsere Kids eine letzte Chance, die „Rote Laterne“ weiterzugeben, und zwar gegen den gastgebenden FC Marxheim. Hier konnten wir endlich die Tugenden zeigen, mit denen wir vorige Woche die Qualifikation so verdient geschafft hatten. Eine schöne Kombination mit Seitenwechsel (Lenny auf Liad) schloss Matej volley zum 1:0. Kurze Zeit später staubte Matej nach einem Schuss von Jakob zum 2:0 ab.

Danach ließen wir den Gegner leider ins Spiel kommen, so dass dieser mehrere gute Chancen hatte, den Anschlusstreffer zu erzielen. Diese wurden entweder überhastet vergeben oder von Lian, während des Turniers ohnehin die personifizierte Ruhe, souverän entschärft. Es gelang uns schließlich, das für sie hochverdiente „Zu-Null“-Spiel nach Hause zu schaukeln und das anstrengende Turnier mit einem psychologisch wichtigen Sieg zu Ende zu bringen.

Unsere Gruppe war eine durchaus starke Gruppe, denn sowohl Hertha BSC als auch Bayer Leverkusen kamen ins Halbfinale. Im Finale setzte sich der 1. FC Kaiserslautern im 8m-Schießen gegen Bayer Leverkusen durch. Und das umsichtige und exzellente Organisationsteam konnte das Turnier noch vorm nahenden Gewitter zu Ende bringen. Von den drei allesamt aus Frankfurt stammenden Qualifikanten (wir, Rot-Weiß und die SpVgg Oberrad) konnte sich Oberrad für die Runde der letzten 8 qualifizieren, im Viertelfinale war aber dann Endstation.

Für unsere „alte“ U10 war dies definitiv das letzte fußballerische Ereignis. Ab diesem Montag trainieren wir zwei Wochen lang als die neue U11, bevor es für unsere Kids in die Sommerpause geht.

Bilder siehe Galerie!