F1: Viel Spielpraxis sammeln Du sollst!

Warum Feiertage so gerne auf einen Donnerstag fallen? Weil man da das Training absagen, stattdessen ein Freundschaftsspiel ansetzen und so innerhalb von 48 Stunden zwei Heimspiele auf der Berte haben kann. So geschehen bei unserer F1 am Fronleichnamswochenende 2018.

Das erste Spiel stand am 31. Mai gegen die F-Fugend der SG/GW Bornheim an; ein Team, das wir in der Vergangenheit eigentlich immer gut im Griff hatten. Und so war es im Ergebnis auch diesmal. 10:6 lautete der Endstand nach drei Spielabschnitten von je ca. 25 Minuten auf einem E-Jugendspielfeld. Unterstützt vom am Bein geprellten und im Gips die Mannschaft anfeuernden Keanu arbeitete unsere F1 im ersten Abschnitt recht flott einen 5:2-Pausenstand heraus.

Von der eigenen Großartigkeit offenbar überwältigt, ließ die Konzentration unserer Spieler zu Beginn des zweiten Abschnitts allerdings arg nach, was die Bornheimer nutzen, um innerhalb von fünf Minuten auf 5:5 auszugleichen.  Der Gegner hatte vor allem zwei toughe, spielerisch starke und körperlich robuste Spielerinnen dabei, die vorne für Gefahr sorgten und hinten einen Großteil der Abwehrlast trugen. Unsere Spieler waren wirklich beeindruckt!

Doch die Mädels alleine konnten es auch nicht rausreißen und so setzte sich die Makkabi-F1klar durch, auch wenn im letzten Abschnitt angesichts der ungewohnten Spielfelddimensionen und der sommerlichen Temperaturen Lauffreude und –bereitschaft doch merklich nachließen.

Torfolge:

1:0 Resul (Vorarbeit Joey)

2:0 Resul (Joey)

2:1

3:1 Elijah (Matej)

4:1 Noah (Elijah)

5:1 Matej (Noah

5:2

5:3

5:4

5:5

6:5 Matej (Noah)

7:5 Caspar (Tom)

8:5 Matej (Tom)

8:6

9:6 Matej (Ali)

10:6 Ali (durfte im zweiten und dritten Abschnitt zeitweise im Feld ran!)

Eine prima Vorstellung von Kenans Team (diesmal ohne Daniel, der gemeinsam mit Marlon bei den Junior Games in München weilte)!

 

So sollte es dann zwei Tage später im Lokalderby gegen die F1 der Kickers weitergehen. Und die Jungs legten auch gleich gut los und schnürten den Gegner von Anbeginn an in dessen eigener Hälfte ein. Ein Powerplay der Makkabi-F1 war die Folge und die Kickers kamen kaum zum Luftholen. Eine frühe Führung und ein klarer Sieg wäre die einzig logische Konsequenz gewesen.

Doch „wäre, wäre, Fahrradkette“, um Lothar Matthäus‘ unsterbliche Worte zu zitieren. Der Ball wollte einfach nicht reingehen. Es fehlte das letzte Bisschen Konzentration, Wille und sicherlich auch ein wenig das Glück. Und so kam es unvermeidlich zu zwei späten Gegentoren und die Mannschaften gingen mit einem 0:2 aus Sicht von Makkabi in die Pause.

Trotzdem war es eine relaxte Unterbrechung. Fehler wurden analysiert, das Vorgehen in der zweiten Halbzeit besprochen und alle waren sich sicher, dass das Spiel in Hälfte zwei noch zu unseren Gunsten gedreht werden würde. Und entsprechend den guten Vorsätzen stellten Caspar und Elijah mit zwei Treffern in den ersten drei Minuten der zweiten Halbzeit den Gleichstand her. Alles würde nun gut werden – dachten die Außenstehenden.

Aber dann ging es weiter wie in der ersten Halbzeit. Äußerst effizient in der Ausnutzung der eigenen Chancen zogen die Kickers auf 5:2 davon. Unsere Mannschaft hatte die klar besseren Spieler und die bessere Spielidee. Aber es passte halt nicht zueinander.

Joey mit zwei Toren verkürzte zum 4:5, aber das war’s dann auch. Unsere Jungs haben auf sympathische Art bewiesen, dass sie keine Maschinen sind und beim nächsten Mal werden sie sicher auch wieder Erfolg haben!

 

Text: Holger Miss